Fachlehrgang B 2017 in Visselhövede

Mo.-Sa. 25.-30.09.2017 (Wochenlehrgang)

Zertifizierter Nachlasspfleger (BDN)

Für die Verleihung und Führung der Bezeichnung "Zertifizierter Nachlasspfleger (BDN)" beachten Sie bitte die Verleihungsrichtlinien des Bund Deutscher Nachlasspfleger (BDN) e.V.

 

Zielgruppe

Der Lehrgang bietet Nachlasspflegern, die im Fachlehrgang A bereits zum "Geprüften Nachlasspfleger (BDN)" ausgebildet wurden, die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren. Abgehandelt werden spezielle Themen komplexerer und anspruchsvollerer Pflegschaften.

Am 07.11.2017 besteht die Möglichkeit an einem schriftlichen, fünfstündigen Testat in Fulda teilzunehmen, mit dessen erfolgreicher Teilnahme der Teilnehmer den Nachweis der notwendigen, theoretischen Kenntnisse erbracht hat, um als Mitglied des Bund Deutscher Nachlasspfleger (BDN) e.V. dort die Bezeichnung Zertifizierter Nachlasspfleger (BDN) zu erwerben, soweit  dem Zertifizierungsausschuss des BDN zusätzliche Praxiserfahrung nach seinen Verleihungsrichtlinien nachgewiesen wird.

 

Montag, 25.09.2017, 10 Uhr - 18.30 Uhr
Unternehmensrechtliche Bezüge der Nachlasspflegschaft

Dr. iur. Dieter Stöhr
Notar | Kerpen

Bei den unternehmensrechtlichen Bezügen der Nachlasspflegschaft  werden Fragen behandelt, die sich ergeben, wenn Sie als Nachlasspfleger Firmen, Gesellschaftsbeteiligungen oder sonstige gewerbliche oder freiberufliche Unternehmungen im Nachlass abzuwickeln haben. Erläutert werden auch registerrechtliche und insolvenzrechtliche Aspekte der Abwicklung sowie Fragen der Betriebsfortführung. Im einzelnen werden folgende Rechtsformen behandelt:

  • Einzelunternehmen
  • Freiberufliche Unternehmen
  • Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften (GmbH, GmbH & Co. KG, AG)
  • Genossenschaften
  • Nachlasspflegschaft und Vereinsrecht
  • Nachlasspflegschaft und Stiftungsrecht
 

Dienstag, 26.09.2017, 9.30 Uhr - 18.00 Uhr
Bank- und versicherungsrechtliche Bezüge der Nachlasspflegschaft

Ann-Christin Bogdahn
Rechtsanwältin | Düsseldorf

Die Nachlasspflegschaft wirft zahlreiche Detailprobleme bei der Kontosicherung und -verwaltung sowie der Vermögensverwaltung auf. Versicherungsrechtliche Fragestellungen sind insbesondere unter Haftungsgesichtspunkten äußert relevant.

1. Bankrechtliche Bezüge

  • Kontenermittlung
  • Legitimation
  • Auflösung/Genehmigungspflichten
  • Verschiedene Kontenarten
  • Zugriff Dritter auf Vermögenswerte
  • Auslandskonten
  • Führung von Nachlaskonten
  • Verwaltung von Vermögen

2. Versicherungsrechtliche Bezüge

  • Lebensversicherung (insbesondere Bezugsberechtigungen)
  • Unfall-, Haftpflicht-, Hausratversicherung
  • Versicherungen rund um die Immobilie
  • Krankenversicherung (gesetzliche/private/Beihilfen)
  • Rentenversicherung
  • Versicherungen des Nachlasspflegers
 

Mittwoch, 27.09.2017, 9.30 Uhr - 18.00 Uhr
Steuerrechliche Bezüge der Nachlasspflegschaft

Thomas Gleumes
Rechtsanwalt & FASteuerR | Kempen

Der Nachlasspfleger „erbt“ die steuerlichen Pflichten des Erblassers. Auch für die unbekannten Erben muss er steuerlich, insbesondere bei der Erbschaftsteuererklärung, tätig werden. Nachlasspflegschaften können ohne steuerliches Wissen nicht haftungssicher bearbeitet werden:

  • Anzeige- und Erklärungspflichten
  • Prüfungspflicht
  • Berichtigungspflicht
  • Festsetzungsverjährung
  • Zahlungspflicht
  • Einzelheiten zur Einkommensteuer
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer
  • Grunderwerbsteuer
  • Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
 

Donnerstag, 28.09.2017, 9.30 Uhr - 13.00 Uhr
Sonstige Pflegschaften

Ralf Hamberger
Rechtsanwalt & FAErbR | Berlin

Spezialformen der Pflegschaft werfen spezielle Fragen auf, die im ersten Teil des Tages abgehandelt werden:

  • Pflegschaften nach §§ 1909 – 1921 BGB
  • Pflegschaften nach § 17 SachenRBerG
  • Gesetzliche Vertretungen nach § 11 b VermG und Art. 233 § 2 Abs. 3 EGBGB
  • Verfahrenspflegschaften, § 276 FamFG

Donnerstag, 28.09.2017, 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Internationale Bezüge der Nachlasspflegschaft | Nachlassverwaltung

Dr. Falk Schulz
Rechtsanwalt & FAErbR | Münster

Die zweite Hälfte des Lehrgangtages widmet sich den Aspekten der Nachlasspflegschaft mit Auslandsbezug. Im weiteren Ablauf verdient die Nachlassverwaltung als Königsdisziplin der Nachlasspflegschaft vertiefende Betrachtung, da sie auf eine Gläubigerbefriedigung angelegt ist und insofern abweichende Besonderheiten zu beachten sind. Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt:

1. Internationale Bezüge der Nachlasspflegschaft

  •  Internationale Zuständigkeit
  • Internationale Nachlasssicherung und -verwaltung
  • Ausländische Fremdverwalter
  • EU-Erbrechtsverordnung

2. Nachlassverwaltung

  • Anordnung und Wirkung der Nachlassverwaltung
  • Pflichten und Haftung des Nachlassverwalters
  • Vergütung des Nachlassverwalters
  • Beendigung der Nachlassverwaltung

 

 

Freitag, 29.09.2017, 9.30 Uhr - 18.00 Uhr
Nachlasspfleger und Nachlassgericht

Horst Bestelmeyer
Dipl.-Rpfl. (FH) | Gauting

Der Umgang des Nachlasspflegers mit dem Nachlassgericht wird intensiv veranschaulicht, da er entscheidend für die erfolgreiche Tätigkeit des Pflegers ist.

  • Spezialfragen bei der Anordnung der Nachlasspflegschaft
  • Sicherungsmaßnahmen durch das Nachlassgericht
  • Berichtswesen und Prüfungspflichten des Nachlassgerichts
  • Aufsicht und Weisungen
  • Nachlassgerichtliche Genehmigungen
  • Vergütungsrecht
  • Entlassung des Nachlasspfleger und Zwangsmittel
  • Staatshaftung und Kontrolle durch die Justizverwaltung
 

Samstag, 30.09.2017, 9.30 Uhr - 18.00 Uhr
Spezialfragen der Erbenermittlung

Thomas Lauk
Dipl.-Rpfl. (FH) | Heilbronn

Vertiefendes praktisches und rechtliches Wissen im Bereich der Erbenermittlung ist entscheidend für den erfolgreichen Abschluss komplexer Ermittlungspflegschaften. Ausführlich behandelt werde folgende Themen:

  • Nichteheliche Kinder
  • Adoption
  • DDR-Recht
  • Erbenermittlung mit Auslands- und „Ostbezug“
  • Spezielle Recherchemöglichkeiten (Archive, Ausland, Internet)
  • Das erfolgreiche Erbscheinsverfahren: Anforderungen an den Erbnachweis
 

Das Tagungshotel: Jeddinger Hof***, Heidmark 1 in Visselhövede bei Bremen

Hotelansicht

Tagungsraum
(Beispiel)

Restaurantbereich

Umgebung am Rande der Lüneburger Heide